mäxle

vielleicht hat sogar mit ihm alles angefangen!? Mäxle kam 2009 zu uns, damals höchstens so groß wie unser jetzier Leihbulle. Er sollte unsere  reine Fleckvieherde decken, er der kleine Limousin-Bulle. Unsere Weiber haben ihn damals auch gleich erst mal auf die hinteren Ränge verwiesen, 6 Wochen lang durfte er weder an´s Wasserfass noch an die Kühe. Dann wurde die damalige leitkuh rindernd und die Hormone haben ihm die Tür in die Herzen der Mädels geöffnet...

Knapp 8 Jahre hat er in unserer Herde gelebt und gedeckt. Langsam hat sich die herde optisch ihm angepasst, immer mehr der Nachzuchttiere sieht aus wie Limousin, einzig die Abzeichen an den Köpfen erinnern noch an die Fleckvieh-Mütter.

Das besonderen an Mäxle war aber nicht, dass er zuverlässig jeder Kuh jedes Jahr ein Kalb gemacht hat sondern dass er extrem menschenbezogen war. Mäxle liebe es gekrault, gebürstet und gechmust zu werden. Stundenlang hätte er hingehalten, meistens wurde uns die hand oder der Arm lahm, lang bevor es ihm zu viel gewesen wäre. Wenn Mäxle meine Stimme gehört hat, selbst wenn ich mehrere Wochen nicht auf dem Hof war, kam er sofort anmarschiert und hat mir seine Stirn und dann seinen ganzen Körper angeboten: los, kraul mich!

Aus reiner Blutlinien-betrachtung hätte er längst schon weg müssen aber keiner, nicht mal Hans hat es fertiggebracht ihn zum Metzger zu geben. So haben wir Töchter von ihm nochmal von ihm decken lassen, was eigentlich ein totales no-go ist. Aus dieser Warte betrachtet war sein Tod ein Segen aber für uns ist sein Verlust ein schlimmer Schlag gewesen und auch für Hans, der zu dem Zeitpunkt bereits im Krankenhaus war, war die Nachricht schlimm.

Mäxle war das Herzstück, die Seele unserer Herde und er wird noch lange in seinen Töchtern bei uns sein und in unseren Herzen sowieso...